PHYSIOTHERAPIE
 - Praxis für ganzheitliche Therapie -
www.ganzheitliche-therapie-cux.de 
Karl Schultz

Ergotherapie



Was ist Ergotherapie?

Ergotherapie wird dort angewendet, wo ein Kind oder ein Erwachsener in seinen körperlichen, psychischen oder kognitiven Möglichkeiten beeinträchtigt ist. Dabei ist das Ziel der Ergotherapie, die individuellen Handlungskompetenzen im täglichen Leben und Beruf zu entwickeln, wiederzuerlangen und/oder zu erhalten, um damit die größtmögliche Unabhängigkeit im Alltag zu ermöglichen.


Was wird in der Ergotherapie gemacht?

Ergotherapie ist ein ganzheitlich orientierter Therapieansatz, der nicht einzelne Bewegungen, sondern das ganze System Bewegungs-Wahrnehmungs-Aufmerksamkeits-Koordination schult. Das Spektrum an ergotherapeutischen Maßnahmen umfasst z.B.: Konzentrationstraining am Computer bei visuellen oder akustischen Problemen, die häufig als Ursache von schulischen Schwierigkeiten in Betracht kommen Strategie-, Räumlichkeits- oder Geschicklichkeitsspiele, die die kognitiven und/oder feinmotorischen Qualitäten eines Kindes fördern Bewegungsspiele, die die Basissysteme aktivieren Ausgewählte Tätigkeiten um spezifische grobmotorische Komponenten zu fördern Handwerkliches Gestalten, das eher auf die sinnlichen und kreativen menschlichen Qualitäten abzielt, aber durchaus auch auf kognitive und lebenspraktische Anforderung wie Planung, Umsetzung, Strukturierung, Ausdauer etc. eingeht.


Was bringt die Ergotherapie?

Die Theorie, auf der die genannten ergotherapeutischen Tätigkeiten basieren, ist die der nachträglichen Ausdifferenzierung bzw. Vernetzung innerhalb des Nervensystems, auf dem alle unsere Wahrnehmungs- und Koordinationsleistungen basieren. An Tätigkeiten, die man nicht kann, hat man keinen Spaß. "Ergo": man tut sie auch nicht! Und damit kommt man in den Teufelskreislauf. NICHT KÖNNEN - NICHT ÜBEN - GÄNZLICH VERLERNEN. Ergotherapie versucht diesen Kreislauf wieder aufzubrechen, meist "durch die Hintertür". Im besten Fall weiß das Kind innerhalb der Therapie gar nicht, dass es gerade das tut, was es eigentlich gar nicht kann und (deshalb) erst recht nicht mag. Ergotherapie ist immer motivationsorientiert. In der Ergotherapie wird das Kind "dort abgeholt, wo es gerade steht". Unter Berücksichtigung seines individuellen Umfeldes wird an der Alltagsbewältigung des Kindes gearbeitet und darauf geachtet, dass es ihm ermöglicht wird, zur eigenen Mitte zu finden. Voraussetzung ist, dass die gestellten Anforderungen an das Kind und seine Fähigkeiten immer angepasst sind.


Wie komme ich an Ergotherapie?

Dieses Rezept stellen Hausärzte oder Kinderärzte nach vorheriger gründlicher Untersuchung Ihres Kindes aus. In Ausnahmefällen verschreiben allerdings auch Ärzte anderer Fachrichtungen. Ein Rezept wird gewöhnlich auf 6, 10 oder 20 Therapieeinheiten ausgestellt. Wenn Sie also ein Rezept in Händen halten, genügt ein Anruf in der Praxis für Ergotherapie, mit der Sie dann einen regelmäßigen wöchentlichen Therapiefest-Termin von 45 min vereinbaren.